LKW-Fahrer werden für Gesetzesübertretungen in dem Land haftbar gemacht in dem sie kontrolliert werden aber nicht in dem Land in dem sie statt fand.
7-23% der LKW-Fahrer werden bei der
Pupillometrie als schläfrig eingestuft.• 56% der LKW-Fahrer weisen in der Videoüberwachung Schlafepisoden auf.• 20% der LKW-Fahrer weisen eine zu geringe Sauerstoffsättigung auf.• Bis zu 25% der LKW-Fahrer haben ein
Schlafapnoesyndrom. Hierbei ist die Unfallneigung um das Zwei- bis Vierfache erhöht.• Die
Vigilanz ist erhöht bei Kaffeegenuss, Bewegung oder bei hoher Stressbelastung, erniedrigt bei Hitze und Monotonie.
Persönliche Ursachen von Schläfrigkeit/Müdigkeit:
• Lebenswandel
• chronische Übermüdung
• Schlafstörungen wie Schlaf-Apnoe-Syndrom (2- bis 4-fach erhöhte Unfallneigung)Ursachen des Schlafapnoe-Syndroms:
• Übergewicht
• Schlafmangel
• Stress
• Bewegungsmangel
Folgen des Schlafapnoesyndroms:
• erhöhte Unfallgefahr (2 - 4 fach)
• Korrelation mit hohem Blutdruck, Herzinfarkt, Schlaganfällen
Übernachtung im LKW
• Etwa 2/3 der LKW-Fahrer übernachten im LKW, meist 4 bis 5 mal pro Woche oder bis zu 4 Wochen
• „Übernachtet“ wird oft tags.
• Übernachtet wird etwa zu gleichen Teilen auf Parkplätzen in Industriegebieten und an der Autobahn, seltener an Autohöfen.
• Lärmbelastungen bestehen am stärksten an der Autobahn, wenn das Fahrerhaus zur Fahrbahn hin steht.
• Oft ist eine lange Parkplatzsuche nötig. Es fehlen 15000 Parkplätze an der Autobahn.
• In Industriegebieten werden mehr und mehr Parkverbote ausgesprochen.
In einer gemeinsamen Untersuchung der EU und Road Transport Union (IRU)
wurden 600 Unfälle mit LKW-Beteiligung Analysiert. Die Untersuchung ergab, das 85,2% der Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind,
allerdings gehen davon nur 25% auf das Konto der LKW-Fahrer, 75% wurden von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht. Unfälle durch technisches Versagen,
schlechte Strassen.- und Wetterzustände spielen nur eine geringe Rolle. Typische Unfälle kommen hauptsächlich an Kreuzungen, beim Spurwechsel, bei Fahrzeugkolonnen und nach dem Überholen vor. 20,3 % von LKW-Unfällen bei denen keine anderen Verkehrsteilnehmer beteiligt waren, gehen auf Grund überhöhter Geschwindigkeit zurück und 18,6 % auf Grund von Übermüdung. In der Gesammtstatistik spielt Übermüdung dagegen nur eine untergeordnete Rolle (6%). Allerdings enden 37% der Unfälle durch Übermüdung tödlich.
Ein Kuratorium für Verkehrssicherheit in Österreich hat rund 1100 Gerichtsurteile untersucht. Das Ergebnis: Bei jeden tödlichen Unfällen, an denen Lkw-Fahrer beteiligt waren, wurde ihnen nur in 29 Prozent der Fälle die Hauptschuld gegeben. Laut Kuratoriums-Chef Othmar Thann liegt das unter anderem daran: „..., dass sie besser ausgebildet sind und dass sie natürlich entsprechende Fahrerfahrung haben.“ (…)Den zweitbesten Wert haben die Pkw-Lenker erreicht, nämlich 44 Prozent. Für Radfahrer beträgt der Wert 49 Prozent, für Motorradfahrer und auch Fußgänger 53 Prozent....