Ein Retarder besteht aus zwei Schaufelrädern, einem Stator und einem Rotor. Der
Rotor beschleunigt zugeführtes Öl; die Zentrifugalkraft drückt es nach außen.
Durch die Form der Rotorschaufeln wird das Öl in den Stator geleitet, der es
dann wieder abbremst.
Durch Reibung wird die Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt, die durch einen
Wärmeübertrager abgeführt werden muss (meistens über das Kühlwasser des Motors).
Die Ansteuerung des Retarders geschieht über eine Druckluftsteuerung: Zum
Aktivieren wird der Retarder mit Öl aus einem Vorratsbehälter geflutet, welches
bei Druckabbau durch die Schaufelräder selbsttätig wieder zurückgepumpt wird.
Der Retarder wurde von der Voith AG in Heidenheim an der Brenz entwickelt. Eine
neuere Entwicklungsstufe ist der Aquatarder, der Wasser statt Öl als
Bremsflüssigkeit verwendet.
Schnittmodell eines Drehmomentwandlers (ähnlicher innerer Aufbau)
Funktionsweise Retarder
Der über die Gelenkwelle angetriebene Rotor beschleunigt Öl, das im Stator
verzögert wird. Durch die Ölverwirbelung wird der Rotor und damit das Fahrzeug
abgebremst. Die dabei anfallende Bremswärme wird über das Fahrzeugkühlsystem
abgeführt.
Um die Funktionsweise des Voith Retarders zu verstehen, können Sie sich eine
2D-Flash-
Animation hier ansehen :http://www.voithturbo.com/vt_de_pua_strasse_retard_hyddynpr.htm
Hydrodynamisches Prinzip


Bei Retarderbetätigung wird Flüssigkeit in den Arbeitsraum zwischen Rotor und
Stator gedrückt.
Der Rotor muss die Flüssigkeit in seine Drehbewegung einbeziehen und diese
beschleunigen.
Dabei wird die Flüssigkeit zum Außendurchmesser befördert und geht in den Stator
über.
Im Stator wird die Flüssigkeit umgelenkt und im Innendurchmesser des
Arbeitsraums wieder dem Rotor zugeführt.
P-H Walz 26.02.2008
Siehe auch:
[ Retarder ] [ ]
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